Was sich drucken lässt
- Montage- und Fügevorrichtungen: Aufnahmen, die das Werkstück in Position halten, Anschläge, Zentrierungen.
- Lehren für Sicht- und Funktionsprüfung, Abstandslehren, Bohrlehren mit gehärteten Buchsen als Einsatz.
- Prüfaufnahmen für Koordinatenmessgeräte, Kameras und Prüfstände, mit Passstiften und Gewindeeinsätzen.
- Schutzabdeckungen, Kabelführungen, Sensorhalter an Maschinen und Anlagen, angepasst an den Bauraum vor Ort.
- Formatteile für Sortenwechsel in Verpackungs- und Abfüllanlagen: Produktführungen, Sternräder, Sauggreifer.
- Schonbacken und Einlagen aus TPU, die empfindliche Oberflächen beim Spannen schützen.
Warum gedruckt statt gefräst
Eine gefräste Vorrichtung braucht ein Programm, eine Aufspannung und einen Termin in der Werkstatt, die auch Serienteile fertigen muss. Eine gedruckte Vorrichtung braucht das CAD-Modell. Die Kontur des Werkstücks wird direkt aus dessen Daten abgeleitet, also passt sie beim ersten Versuch oder lässt sich am nächsten Tag korrigieren. Freiformflächen, innenliegende Kanäle für Luft oder Kühlmittel und integrierte Kabelführungen kosten im Druck nichts extra. Und weil kein Werkzeug entsteht, ist die zehnte Variante genauso schnell wie die erste.
Gefräst bleibt, was gefräst sein muss: Passflächen mit engen Toleranzen, gehärtete Anschläge, Buchsen. Beides kombinieren wir: Der Grundkörper wird gedruckt, die Passfläche spanend nachgearbeitet, die Buchse eingesetzt.
Werkstoffe für Vorrichtungen
| Werkstoff | Verfahren | Wann |
|---|---|---|
| PETG, ASA | FDM | Standard für Aufnahmen und Abdeckungen; ASA für den Einsatz im Freien |
| PETG-ESD | FDM | Vorrichtungen und Trays in der Elektronikfertigung |
| PA6-CF, PA12-CF | FDM | steif und formstabil unter Last, PA12-CF mit geringer Feuchteaufnahme für maßhaltige Aufnahmen |
| PA12, PA12-GF | SLS | komplexe Geometrien ohne Stützen, verschleißfeste Führungen |
| TPU | FDM, SLS | Schonbacken, Dämpfer, Einlagen |
| ULTEM 1010, PEEK-CF | FDM | Wärmekontakt, Sterilisation, aggressive Reiniger, siehe PEEK und ULTEM |
Passmaße, Gewinde, Toleranzen
Die Allgemeintoleranz liegt bei FDM bei ± 0,5 % des Nennmaßes, mindestens ± 0,5 mm, bei SLS bei ± 0,3 %, mindestens ± 0,3 mm. Für eine Vorrichtung reicht das an den meisten Stellen; an den Stellen, an denen es nicht reicht, kennzeichnen Sie die Maße in der Zeichnung. Diese Maße werden zum Prüfplan, Passflächen und Passbohrungen arbeiten wir spanend nach. Gewinde setzen wir als Einsatz aus Messing oder Stahl; die Wandstärke um den Einsatz beträgt mindestens 2 mm. Mehr dazu unter Toleranzen im 3D-Druck.
Wiederholbar: Vorrichtung Nummer zwei
Vorrichtungen gehen kaputt, werden an einem zweiten Arbeitsplatz gebraucht oder wandern mit dem Produkt in ein anderes Werk. Für diesen Fall hinterlegen wir zu jedem Auftrag Werkstoff, Materialcharge, Anlage und Parametersatz. Die Nachlieferung entsteht aus denselben Daten und ist dasselbe Teil, nicht ein ähnliches. Änderungen nehmen wir erst nach Ihrer Freigabe vor und halten sie mit Datum und Grund fest. So wird aus der digitalen Ablage ein Lager ohne Regal.
Ablauf
- Sie schicken das CAD-Modell der Vorrichtung als STEP, STL, 3MF oder IGES, dazu die Zeichnung als PDF oder DXF mit den Maßen, die halten müssen. Fehlt ein Modell, genügt zunächst das Werkstück, für das die Vorrichtung gebraucht wird; wir konstruieren auf Wunsch mit.
- Wir prüfen Wandstärken, Aufbaurichtung und Werkstoff und nennen in der Regel innerhalb eines Werktages Preis und Termin.
- Gefertigt wird in der Regel ab fünf Werktagen nach Freigabe, inklusive Gewindeeinsätzen und Nacharbeit.