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Wissen · Daten

Datei­formate
für den 3D-Druck

Vier Formate nehmen wir an: STEP, STL, 3MF und IGES. Welches Sie schicken, entscheidet darüber, wie genau wir Ihr Bauteil bewerten können und ob Maße, Gewinde und Toleranzen überhaupt bei uns ankommen.

STEP: die erste Wahl

STEP beschreibt die exakte Geometrie: Flächen, Kanten, Radien, Bohrungen als echte Zylinder. Wir können darin Wandstärken messen, Bohrungen erkennen, Maße prüfen und das Modell bei Bedarf ändern, etwa eine Bohrung zur Nacharbeit vorhalten oder eine Entpulveröffnung setzen. Jedes CAD-System exportiert STEP; wählen Sie beim Export AP214 oder AP242, Einheit Millimeter, Maßstab 1:1. Wenn Sie nur ein Format schicken, dann dieses.

STL: das Dreiecksnetz

STL beschreibt die Oberfläche als Netz aus Dreiecken. Das genügt zum Drucken, verliert aber alles, was kein Dreieck ist: Bohrungen werden zu Vielecken, Radien zu Facetten, Maße und Gewinde gehen verloren, und die Einheit ist nicht in der Datei hinterlegt. Beim Export zählt die Auflösung: Ein zu grobes Netz zeigt sichtbare Facetten auf Rundungen, ein zu feines bläht die Datei auf. Als Richtwert: Sehnenfehler um 0,01 mm, Winkelfehler um 5° bis 10°. Das Netz muss geschlossen sein, ohne Löcher und überlappende Flächen; die meisten CAD-Systeme prüfen das beim Export. Schicken Sie zu einer STL immer eine Zeichnung oder die Hauptmaße mit, damit wir die Einheit bestätigen können.

3MF: das bessere Netz

3MF ist ebenfalls ein Netzformat, transportiert aber die Einheit, Farben und mehrere Bauteile in einer Datei und ist kompakter als STL. Wenn Ihr System 3MF exportiert und Sie kein STEP haben, ist 3MF die bessere Wahl. Die Einschränkungen eines Netzes bleiben: keine Bohrungen als Zylinder, keine Maße, keine Gewinde.

IGES: der Klassiker

IGES beschreibt Flächen und ist deutlich älter als STEP. Es funktioniert, erzeugt aber häufiger offene Flächenverbände, die vor dem Druck geschlossen werden müssen. Wenn Sie STEP exportieren können, bevorzugen Sie es; IGES nehmen wir an, weil manche Altsysteme nichts anderes liefern.

Warum keine nativen Formate und kein ZIP

Native CAD-Dateien aus SOLIDWORKS, Inventor, NX oder Catia lassen sich ohne die jeweilige Software nicht öffnen; exportieren Sie bitte vorab als STEP. Archive nehmen wir nicht an, weil unser Server den Inhalt eines ZIP nicht prüfen kann. Mehrere Bauteile laden Sie einzeln hoch, bis zu zehn Dateien je Anfrage, zusammen bis 100 MB. Für größere Datenmengen nennen wir Ihnen einen Übertragungsweg.

Was außer der Geometrie dazugehört

  • Zeichnung als PDF oder DXF mit den Maßen, die halten müssen, mit Passungen, Gewinden, Oberflächenangaben und Sichtflächen. Diese Maße werden zum Prüfplan.
  • Stückzahl, auch als Spanne, und ob das Teil wiederkommt.
  • Werkstoffwunsch oder Einsatzbedingungen: Temperatur, Medium, Last, im Freien oder innen. Aus dem Einsatz leiten wir den Werkstoff ab, wenn Sie keinen nennen.
  • Wunschtermin, damit wir Verfahren und Baujob danach planen können.
  • Kritische Lastrichtung, wenn es eine gibt; sie bestimmt die Aufbaurichtung.

Was ein Bauteil außerdem druckbar macht, steht unter Wandstärken und Konstruktionsregeln.

Vertrau­lichkeit

Die Übertragung erfolgt verschlüsselt, gespeichert wird ausschließlich auf Servern in Deutschland. Ihre Konstruktionsdaten verwenden wir ausschließlich für Ihren Auftrag, alle daran Beteiligten sind zur Geheimhaltung verpflichtet. Eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen wir auf Wunsch vor der ersten Datenübermittlung, auf Ihrem Formular oder unserem. Anfragedaten löschen wir nach zwölf Monaten.

Angebot

Laden Sie Ihr Bauteil als STEP, STL, 3MF oder IGES hoch, bei Bedarf mit Zeichnung als PDF oder DXF. Verschlüsselte Übertragung, Serverstandort Deutschland, Angebot in der Regel innerhalb eines Werktages.